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Einer der schwersten Effekte: Denis Villeneuve über den "Blade Runner 2049"-Sex von Ryan Gosling, Ana de Armas und Mackenzie Davis
Von Tobias Mayer — 13.10.2017 um 13:10
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Die Sexszene aus „Blade Runner 2049“ ist visuell umwerfend – und sie ist bewegend. Regisseur Denis Villeneuve sprach mit Vulture über den komplizierten Dreh und die Bedeutung der Sequenz.

Sony Pictures / Warner Bros. Pictures

Achtung Spoiler! Im Text werden Handlungsdetails zu „Blade Runner 2049“ verraten.

Joi (Ana de Armas) ist eine künstliche Intelligenz in holografischer Form und kann deswegen nicht mit ihrem Freund K (Ryan Gosling) schlafen – so dachten wir zumindest am Anfang von Denis Villeneuves Sci-Fi-Meisterwerk „Blade Runner 2049“. Dann aber hat sie eine Idee, wie es doch klappt: Sie holt die Replikanten-Prostituierte Mariette (Mackenzie Davis) zur Hilfe. Während K von Mariette berührt wird, ist Joi ihre Hologramm-Hülle. Wie Villeneuve im Gespräch mit Vulture sagte, war es mit Abstand einer der schwersten visuellen Effekte – in einem Film, der für uns den entsprechenden Oscar verdient.

Die 5-Sterne-siham.net-Kritik zu "Blade Runner 2049"

Die Sex-Szene allein beschäftigte CG-Künstler länger als ein Jahr. Genutzt wurde „eine Mischung aus sehr, sehr alter und topaktueller Technik.“ Die Technik in der Filmhandlung sollte dabei ganz bewusst nicht perfekt sein, Joi und Mariette sich nicht komplett synchron bewegen. „Ich wollte nicht, dass Joi Marietta einfach umschließt, ich wollte nicht, dass es sich magisch anfühlt“, so Denis Villeneuve. Am Set hätten die Schauspielerinnen Ana de Armas und Mackenzie Davis eine gewisse Freiheit gehabt: Je nachdem, ob Joi oder Mariette in einer Einstellung deutlicher zu sehen sein sollte, durfte de Armas oder Davis entscheiden, wie sie mit Ryan Gosling interagierten. Anschließend musste die jeweils andere die Bewegungen nachahmen, die zuvor gemacht wurden. Für die Momente, in denen Joi und Mariette am stärksten wie dieselbe Frau wirken, wurden die Schauspielerinnen gescannt und per Computer verschmolzen. Villenueve: „Ich liebte die Idee, dass man die Präsenz beider Frauen spürte und dass es manchmal so war, als sei eine dritte Frau dabei.“

Doch der Sex ist in „Blade Runner 2049“ mehr als nur ein erstaunlicher Effekt. Villeneuve nach ist es ein mehrfaches erstes Mal: „Da ist der Mann, der zum ersten Mal Sex mit einer Frau hat. Da ist ein Hologramm, das sich zum ersten Mal echt fühlen kann. Und da ist eine Prostituierte, die zum ersten Mal von einem Mann geküsst wird, der liebt, und sie weiß nicht, wie sie damit umgehen soll.“ Auch inszenierte Villeneuve die sexuelle Spannung nicht als wildes Vorspiel: „Je schmaler die Geste, umso erotischer und kraftvoller die Szene.“

„Blade Runner 2049“ läuft seit dem 5. Oktober 2017 in den deutschen Kinos.

 

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Kommentare
  • Sentenza93

    Sah auch einfach visuell fantastisch aus.

    Und ich hab mich wirklich dabei erwischt, dass ich die Prostituierte wirklich irgendwann ausgeblendet habe. :D Auch wenn die beiden Frauen, ja gewollt, nicht ganz synchron waren.

  • screener

    clip?

  • Micox

    SPOILER!
    Di komplette Sequenz die bestimmt insgesamt 45 Minuten dauert hätte man auf 10 Minuten kürzen sollen.. Hat den ganzen Film nur unerträglich lang gemacht..

  • Deliah C. Darhk

    Na! Willst Du Tobias mit Spoiler-Geheule nerven?
    ;)

  • BobRoss

    Mir fallen da trotz der durchwegs überragenden Effekte einige Szenen ein die man hätte kürzen oder streichen sollen.

  • Xollee

    mit unter eine der besten Szenen der bisherigen Filmgeschichte. Das Ganze kam so realistisch und "greifbar" rüber, das man im Kino selbst erschrack... ich hab mich in dem Moment selbst gefragt ob ich verrückt bin weil mich das anmacht:P *mindblowing*

  • TheFog

    Mit das beeindruckendste und geilste was ich je gesehen habe.

  • TheFog

    Ein wahrer Kenner ;-) Kunstwerke werden erst gut, wenn sie gekürzt werden ... lass mal die Russisch-Roulette-Szene aus Deer Hunter kürzen, macht den Film nur langatmig ;-) und die Anfangssequenz aus Spiel mir das Lied vom Tod ist nur ein Lückenfüller, weg damit! ;-)

  • Micox

    Nein, diese Szenen sind essenziell.. Aber die von mir genannte trägt nichts... Absolut nichts zum Film bei.. Doch, dass er langatmig wird und das Publikum die Lust verlieren lässt.. Alles mit dem Hologramm hätte um 70% gekürzt werden können.. Und es hätte null negativen Effekt gehabt.. Klar dein Kunstargument ist valide.. Aber man muss dennoch immer abwägen..

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